23. August 2021 / Allgemein

Niederrheinbrücke Wesel im Lichterglanz

Neue Lampen für die Niederrheinbrücke

1945 überquerten die Alliierten den Rhein bei Wesel. Die Streitkräfte der Wehrmacht sprengten bei ihrem Rückzug im März 1945 die Rheinbaben-Brücke. Nach dem Krieg begann im Oktober 1945 der Bau einer neuen Brücke über den Rhein. Sie wurde nach dem englischen Oberbefehlshaber Bernard Montgomery benannt. Im Volksmund wurde das Bauwerk „Muntere Gummibrücke“ genannt. Da die Brücke relativ schmal war, durften Fahrzeuge diese nur sehr langsam überqueren. Es kam immer wieder zu Unfällen. Vor allem bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt war die Überfahrt gefährlich. Das Land Nordrhein-Westfalen und der Bund beschlossen daraufhin, eine neue, sichere Brücke zu bauen.

1953 wurde die neue Brücke, die Weseler Rheinbrücke, feierlich eingeweiht. Mit den Jahren erhöhte sich das Verkehrsaufkommen deutlich. Bis zu 30.000 Fahrzeuge fuhren zum Schluss (2009) täglich über die Brücke. 

Im Mai 2005 erfolgte der erste Spatenstich für die neue Weseler Rheinbrücke. Vier Jahre später, November 2009, folgte die feierliche Einweihung. Die "Niederrheinbrücke Wesel" ist 336 Meter lang und bis zu ihrer Spitze 130 Meter hoch. Sie umfasst vier Fahrstreifen sowie kombinierte Fuß- und Radwege. Der Bau der Brücke kostete rund 70 Millionen Euro.

Die Niederrheinbrücke Wesel ist heute eines der bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt Wesel. Wer aus der Ferne auf Wesel blickt, erkennt auf Anhieb ihre markante Form. 

Ein „Highlight“ ist die Beleuchtung der Niederrheinbrücke Wesel in der Dunkelheit. Das Farbenspiel beeindruckt nicht nur Paare, die bei Nacht auf das imposante Bauwerk blicken. Doch mal eben eine „Glühbirne“ in diesen Dimensionen wechseln, ist nur unter enormem Aufwand möglich.

Neue Lampen
Westnetz hat in den vergangenen Wochen sieben Strahler neu montiert und 24 Fassungen ausgetauscht. Tagelang waren Spezialisten, unter anderem mit Steigern, vor Ort. Sie tauschten Leuchtmittel aus und brachten die neuen Strahler an. Unterstützt wurde die gesamte Aktion von dem Lichtplaner Robin Uber vom Büro Lichtplan in Köln. Seine Expertise half dabei, die Brücke lichttechnisch in Szene zu setzen

Einige besondere Leuchtmittel waren defekt. Doch Leuchtmittel dieser Kategorie zu finden, ist nicht ganz einfach. Diese vorher montierten Lampen werden weltweit nicht mehr produziert. Deshalb wurden mit den Arbeiten auch die Sockel in den betroffenen Strahlern ausgewechselt. So können nun andere geeignete Leuchtmittel verwendet werden, die momentan noch produziert werden. Damit die Stadt Wesel Planungssicherheit für die Zukunft hat, wurde eine voraussichtlich für zwölf Jahre ausreichende Stückzahl dieser Leuchtmittel gekauft und eingelagert. 

Der Ausschuss für Stadtentwicklung der Stadt Wesel hat am 2. Dezember 2020 der Umrüstung sowie dem Kauf weiterer Ersatzlampen zugestimmt.  

Kosten
Die gesamte Aktion (Umrüstung, Planung, Kauf der Leuchtmittel für ca. 12 Jahre) kostet ca. 15.000 Euro (brutto).

Quelle: Stadt Wesel

Bildquelle: ©Pixabay

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