24. Oktober 2021 / Aus aller Welt

Neues Kreuzfahrtschiff «Aidacosma» erreicht das offene Meer

Die Kreuzfahrtbranche steckt wegen Corona in der Krise. Die Meyer-Werft baut deshalb langsamer. Aber nun gab es wieder einmal einen neuen bunten Ozeanriesen auf seiner ersten Fahrt zu bestaunen.

Der neugebaute Kreuzfahrtriese «Aidacosma» soll Anfang November auf Probefahrt gehen.

Das neu gebaute Kreuzfahrschiff «Aidacosma» hat die Überführung von der Meyer-Werft auf der Ems zur Nordsee problemlos gemeistert.

Der Ozeanriese legte am Samstag die rund 40 Kilometer auf dem schmalen Fluss bis zum Emssperrwerk bei Gandersum sogar etwas schneller als geplant zurück, wie ein Werftsprecher in Papenburg sagte. Der Wasserstand sei gut gewesen und der Wind nach zuvor stürmischen Tagen abgeflaut. Am Sonntag lag die «Aidacosma» im niederländischen Eeemshaven.

Das 337 Meter lange Schiff hatte am frühen Samstagmorgen in Papenburg seine Schleppfahrt begonnen. Bei der Reise über die Ems wurde die «Aidacosma» - wie immer bei diesen spektakulären Überführungen - rückwärts geschleppt, weil sie so besser manövriert werden kann. Schaulustige versammelten sich noch in der Dunkelheit am Deich, um den bunt erleuchteten Ozeanriesen zu bestaunen. Die Überführungen locken immer viele Schiffsfans an. Umweltschützer kritisieren aber, das Anstauen der Ems schade dem Fluss und seinen Ufern.

Erste Probefahrt Anfang November

Anfang November soll die «Aidacosma» auf eine erste Probefahrt auf der Nordsee Richtung Norwegen gehen. Letzte Arbeiten an dem Schiff sollen in Bremerhaven stattfinden, bevor es Ende des Jahres der Reederei übergeben werden soll. Hansjörg Kunze, Sprecher der Aida Cruises in Rostock, teilte mit: «Wir sind uns sicher, dass wir mit der "Aidacosma" einen hervorragenden Zuwachs für unsere Flotte erhalten werden.» Es ist der zweite vollständig mit Flüssiggas betriebene Neubau von Aida Cruises. Flüssiggas gilt als umweltfreundlicherer Antrieb als Diesel oder Schweröl.

Für die Meyer-Werft war es die zweite Überführung in diesem Jahr. Deutschlands größter Schiffbaubetrieb hat sein Bautempo drosseln müssen, weil im weitgehenden Stillstand der Kreuzfahrtindustrie wegen der Corona-Pandemie neue Schiffe kaum gefragt sind. Die Krise hat auch einige hundert Arbeitsplätze gekostet. 2022 soll die Werft unter anderem die «Disney Wish» fertigstellen.


Bildnachweis: © Lars Klemmer/TNN/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Mehr Rechte für den „Draht-Esel“
Schon gewusst?

Neue Fahrradstraßen in Wesel

weiterlesen...
Weseler Winter: Anmeldung zum Eisstockschießen jetzt möglich
Good Vibes

Am 19.12. findet das große Finale statt

weiterlesen...
UNESCO-Welterbe in Wesel-Flüren
Good Vibes

Bürgermeisterin Ulrike Westkamp nimmt Urkunde entgegen

weiterlesen...

Neueste Artikel:

Viel Sonne und wenig Niederschlag im Herbst
Aus aller Welt

Ohne große Ausreißer hat sich das Herbstwetter in diesem Jahr gezeigt, abgesehen von einem heftigen Sturm. Viel Sonnenschein haben die Messstationen des Deutschen Wetterdienstes erfasst - und am Ende viel Schnee.

weiterlesen...
«Jetzt erst recht» - Weihnachtshäuser leuchten wieder
Aus aller Welt

Glitzernde Eiszapfen, winkende Weihnachtsmänner und Rentiere aus Lichterketten: Pompös geschmückte Weihnachtshäuser sollen in der Pandemie für einen Lichtblick sorgen.

weiterlesen...

Das könnte Dich auch interessieren:

Viel Sonne und wenig Niederschlag im Herbst
Aus aller Welt

Ohne große Ausreißer hat sich das Herbstwetter in diesem Jahr gezeigt, abgesehen von einem heftigen Sturm. Viel Sonnenschein haben die Messstationen des Deutschen Wetterdienstes erfasst - und am Ende viel Schnee.

weiterlesen...
«Jetzt erst recht» - Weihnachtshäuser leuchten wieder
Aus aller Welt

Glitzernde Eiszapfen, winkende Weihnachtsmänner und Rentiere aus Lichterketten: Pompös geschmückte Weihnachtshäuser sollen in der Pandemie für einen Lichtblick sorgen.

weiterlesen...