28. November 2021 / Aus aller Welt

Trierer OB: «Amokfahrt gehört zur Geschichte unserer Stadt»

Ein Jahr nach der tödlichen Amokfahrt in Trier trauert die Stadt noch immer. Am kommenden Jahrestag gedenken Angehörige den fünf Todesopfern in einem Gottesdienst.

Vor der Porta Nigra haben Menschen zum Gedenken an die Opfer einer Amokfahrt Kerzen aufgestellt. (Archivbild)

Die Amokfahrt von Trier mit fünf Toten und vielen Verletzten ist dort auch nach einem Jahr noch sehr präsent. «Sie gehört zur Geschichte unserer Stadt», sagte Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) der Deutschen Presse-Agentur.

Am Jahrestag am nächsten Mittwoch (1. Dezember) wird Trier der Opfer in einem ökumenischen Gottesdienst gedenken. «Das wird ein Tag der Trauer. Aber auch ein Tag, wo wir selbstbewusst sagen können: Trier hat es geschafft, mit dieser Tat umzugehen», sagte er.

Am 1. Dezember 2020 war ein Amokfahrer mit einem Sportgeländewagen durch die Fußgängerzone gerast und hatte gezielt Menschen angefahren. Als mutmaßlicher Täter steht seit dem 19. August ein 52-Jähriger vor dem Landgericht Trier. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutschen fünffachen Mord und versuchten Mord in 18 weiteren Fällen vor.

Gedenktag in Trier

Am Gedenktag wird Trier innehalten. Der Gottesdienst im Dom beginnt mit einem Glockengeläut exakt zur damaligen Tatzeit um 13.46 Uhr. Die Messe ist besonders für die Opfer und deren Familien gedacht. Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), die in Trier zu Hause ist, hat ihr Kommen zugesagt.

Für Petra Lieser, die bei der Amokfahrt ihre Tochter Katja Lieser (25) verloren hat, wird es ein schwerer Gang. «Das ist einer von vielen furchtbaren Tagen», sagt sie. Eigentlich sei im zurückliegenden Jahr jeder Tag «schwarz» gewesen. Aber der Jahrestag werde natürlich besonders schlimm. Sie gehe zum Gottesdienst, «damit Katja nicht vergessen wird».

Und danach wolle sie sich zum ersten Mal seit einem Jahr an die Stelle wagen, an der ihre Tochter getötet wurde. Bisher habe sie es wegen ihres Traumas noch nicht wieder in die Fußgängerzone geschafft. «Ich fühle mich jetzt auch nur stark genug, weil ich meinen Freundeskreis um mich weiß», sagt die Leiterin einer Kindertagesstätte.


Bildnachweis: © Oliver Dietze/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wir suchen City-App Manager (m/w/d)
Karriere

Werde Teil unseres Teams!

weiterlesen...
Voerde - Polizei sucht Autofahrerin und weitere Zeugen nach Unfall
Polizeimeldung

Zusammenstoß zwischen Autofahrerin und einem Radfahrer

weiterlesen...
POL-WES: Kreis Wesel - Falsche Polizisten wieder aktiv
Polizeimeldung

Polizei warnt vor den Maschen der Betrüger

weiterlesen...

Neueste Artikel:

Starker Schneefall in der Türkei - Tote und Verletzte
Aus aller Welt

Es schneit und schneit und schneit in weiten Teilen der Türkei. Die Schneemassen haben auch Auswirkungen auf den Straßenverkehr. Es kam zu schweren Unfällen.

weiterlesen...
Weiße Berge, glatte Straßen - Januar bleibt kühl
Aus aller Welt

Mit Schnee, Glätte und kühlen Temperaturen ist es winterlich in Deutschland. Skifahrer und Rodler dürfte es freuen. Auf den Straßen sorgt das Wetter aber teils für Chaos.

weiterlesen...

Das könnte Dich auch interessieren:

Starker Schneefall in der Türkei - Tote und Verletzte
Aus aller Welt

Es schneit und schneit und schneit in weiten Teilen der Türkei. Die Schneemassen haben auch Auswirkungen auf den Straßenverkehr. Es kam zu schweren Unfällen.

weiterlesen...
Weiße Berge, glatte Straßen - Januar bleibt kühl
Aus aller Welt

Mit Schnee, Glätte und kühlen Temperaturen ist es winterlich in Deutschland. Skifahrer und Rodler dürfte es freuen. Auf den Straßen sorgt das Wetter aber teils für Chaos.

weiterlesen...