16. Mai 2022 / Schon gewusst?

Neue Rad- und Wanderroute „Landschaftserlebnis Römerzeit“ wird gefördert

Fördermittel in Höhe von ca. 50.300 Euro

Ab 19 vor Christus haben die Römer den als UNESCO-Welterbestätte ausgezeichneten „Niedergermanischen Limes“ errichtet. 44 Fundstätten zwischen Remagen in Rheinland-Pfalz und dem niederländischen Katwijk an der Nordsee zeugen noch heute von dieser bedeuteten historischen Grenzanlage. Auch Wesel sowie 23 weitere Fundorte in Nordrhein-Westfalen zählen zu den Teilstandorten des UNESCO-Welterbes. Um den Besucher*innen anschaulich zu vermitteln, wie bedeutend die Funde in Wesel sind, erhält die Stadt Wesel ca. 50.300 Euro Fördermittel vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Bürgermeisterin Ulrike Westkamp freut sich über die Förderung. „Dank der Mittel können wir diese bedeutenden Funde der römisch-germanischen Geschichte hervorheben. Das stärkt Wesel als Tourismus-Standort. Zudem fügen sich die städtischen Ideen wunderbar in die bereits vorhandene, erstklassige Rad- und Wander-Infrastruktur in Wesel und am Niederrhein“, so die Bürgermeisterin.

Mit der Auszeichnung als UNESCO-Welterbe verpflichten sich unter anderem Kommunen, ihre Anlagen (Fundstellen) zu schützen. Zudem obliegt ihnen die Aufgabe, Besucher*innen verständlich die historische Bedeutung sowie den Kontext näherzubringen. Zum Weseler-Teilstandort des Niedergermanischen Limes in Wesel-Flüren gab es lange Zeit keine Informationen. Der Fund der überraschend gut erhaltenen Spuren von vier römischen Übungslagern im Wesel-Flürener Wald wurde erst vor kurzem wissenschaftlich bewertet. Im Auftrag der Welterbe-Koordinierungsstelle werden bereits vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) Informationstafeln erstellt. Zusätzlich hat die Stadt Wesel gemeinsam mit WeselMarketing und im Austausch mit Fachleuten ein Konzept entwickelt, das Maßnahmen beschreibt, wie die relevanten Informationen zum Welterbe vermittelt werden können. Unter anderem soll das Thema „römische Militärstrategien auf der germanischen Landseite“ im musealen Zusammenhang aufbereitet werden. Darüber hinaus ist eine besondere Rad- und Wanderroute geplant. Auch diese wird entsprechend der Funde in Wesel-Flüren dem Leitthema „Zeugnisse römischer Militärstrategien auf der germanischen Landseite“ angelehnt sein. Die Rundroute wird unter dem Namen „Route Landschaftserlebnis Römerzeit“ an mehreren Stationen verschiedene Themen aus diesem Bereich beleuchten. 

Die zugehörige Präsentation im Museum wird in der Rhein-Deich-Ausstellung im Deichdorfmuseum Bislich eingerichtet. Die vorgesehene Route wird in das bestehende Radrouten-Netz mit der Fährverbindung Wesel-Bislich nach Xanten-Beek auch zur anderen Rheinseite hin integriert. 

Das von der Stadt Wesel vorgelegte Konzept überzeugte auch zuständige Behörden. Für dieses Maßnahmenpaket erhält die Stadt Wesel Fördermittel in Höhe von ca. 50.300 Euro. Das entspricht etwa 80 Prozent der berechneten Gesamtkosten. Knapp 12.600 Euro trägt die Stadt Wesel als Eigenmittel. Ziel ist, noch in diesem Jahr die Ideen umzusetzen.

Quelle: Stadt Wesel
Bild: Pixabay / Pexels

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