7. März 2021 / Allgemein

Christa Brehme schenkt Stadt Wesel zwei Werke des niederrheinischen Künstlers August Oppenberg

Wesel App NEWS

Für viele gehört August Oppenberg, der „Mann mit Hut und Staffelei unterm Arm“, wie ihn einige zu seinen Lebzeiten nannten, zu den bedeutendsten Künstlern am Niederrhein. Die Weselerin Christa Brehme hat Bürgermeisterin Ulrike Westkamp zwei Werke Oppenbergs als Schenkung an die Stadt Wesel übergeben.

„Es ist mir eine Freude und Ehre, diese Bilder für das Museum entgegen zu nehmen. Viele Meisterwerke des Künstlers August Oppenberg befinden sich in Privatbesitz. Die von Frau Brehme geschenkten Werke kommen nun zur Sammlung des Städtischen Museums Wesel dazu. Dort haben wir bisher 58 Arbeiten des Weseler Künstlers“, sagt Bürgermeisterin Ulrike Westkamp und bedankt sich im Namen der Stadt Wesel bei Christa Brehme.

August Oppenberg wurde 1896 in Bochum geboren, wohin sein aus Wesel stammender Vater als Bahnbeamter versetzt wurde. 1905 zog die Familie mit dem neunjährigen August nach Wesel zurück, da der Vater nun hier sein Amt als Bahnhofsvorsteher antrat. 1906 zogen die Oppenbergs in ihr neu errichtetes Haus am Lilienveen auf dem Fusternberg, in dem August Oppenberg unter anderem bis zu seinem Tod lebte und arbeitete. In Wesel besuchte er auch das Gymnasium, das er mit der mittleren Reife abschloss. Im Anschluss absolvierte Oppenberg eine Ausbildung zum Verwaltungsangestellten und trat 1918 nach dem Militärdienst in den Verwaltungsdienst der damals noch selbständigen Gemeinde Obrighoven. Nach eigener Aussage "schmeckte ihm der Verwaltungsdienst nach dem Krieg gar nicht mehr" und so gaben seine Eltern seinem Drängen nach und erlaubten ihm eine Ausbildung zum Zeichenlehrer an der Kunstgewerbeschule in Düsseldorf, die er jedoch nicht abschloss.

Seine Karriere als Künstler begann er nach eigener Aussage im Jahr 1924. Sein eigenwilliger Zeichenstil, in der Art des Realismus' mit dem fast ausschließlichem Thema Landschaft und bäuerlicher Arbeit am Niederrhein, kam gut beim Publikum an. Erste Ausstellungen mit seinen kräftigen Tusche- und Graphitzeichnungen verzeichneten auch bei Kunstkritikern*innen und auf dem Kunstmarkt Erfolge. Ausstellungen in ganz Deutschland und international, in Amsterdam, Florenz und Paris, folgten. 1934 gehörte er wie die Bildhauerin Eva Brinkman zu den Gründungsmitgliedern der Vereinigung niederrheinischer Künstler*innen. Eine Künstlerfreundschaft verband ihn damals schon mit dem bekannteren Otto Pankok. Spätere Arbeiten Oppenbergs verloren etwas von ihrer künstlerischen Kraft, blieben beim Publikum am Niederrhein jedoch unverändert beliebt. 1971 verstarb August Oppenberg in seiner Heimat Wesel, wo er auf dem Friedhof an der Caspar-Baur-Straße seine letzte Ruhe fand.

Bildunterschrift:

Christa Brehme (links) übergab Bürgermeisterin Ulrike Westkamp zwei Bilder des niederrheinischen Künstlers August Oppenberg als Schenkung an die Stadt Wesel.

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