21. September 2021 / Aktueller Hinweis

Für Landrat Ingo Brohl ist eine gute Beleuchtung das A und O

Kampagne »Roadpol Safety Days«

Pedelecs haben keine Knautschzone, sie bieten dem Fahrenden weniger Schutz als Autos und Lastwagen. Andere Verkehrsteilnehmer unterschätzen häufig die Geschwindigkeit dieser Zweiräder. Das sind zwei Gründe, warum Polizisten am Montag Rad- und Pedelecfahrende an der Kreuzung Herzogenring/Fluthgrafstraße kontrolliert haben. Die Polizei machte das im Zuge der Kampagne »Roadpol Safety Days«. Diese organisiert das europäische Polizeinetzwerk Roadpol. Das Ziel der Kampagne ist, die Zahl der getöteten und schwerverletzten Rad- und Pedelecfahrer zu verringern und die Verkehrsteilnehmenden auf den Radverkehr aufmerksam zu machen. Roadpol möchte erreichen, dass zumindest an einem Tag, nämlich am 21. September, keine Menschen schwer verletzt oder getötet werden.

Der Leiter der Kreispolizeibehörde Wesel, Landrat Ingo Brohl, verschaffte sich vor Ort einen Eindruck von den Kontrollen. »Verkehrssicherheit spielt eine große Rolle. Eine gute Beleuchtung ist das A und O. Wichtig ist es, zu sehen und gesehen zu werden«, betonte der Landrat des Kreises Wesel. Er appellierte an die Zweiradfahrenden, einen Helm zu tragen. Dieser könne schwere Kopfverletzungen stark reduzieren. Dass Rad- und Pedelecfahrer hoch gefährdet sind, zeigt ein Blick in die Statistik. So stieg die Zahl der Unfälle mit Pedelec-Fahrenden im Kreis Wesel von 97 im Jahr 2019 auf 121 im vergangenen Jahr.

Die Kreispolizei Wesel legt großen Wert auf die Sicherheit der Rad- und Pedelecfahrer. Konkret lautet ihr Ziel für dieses Jahr: Bei Unfällen mit Rad- und Pedelecfahrern sollen weniger Menschen verletzt und getötet werden.

Die Polizei macht darauf aufmerksam, dass auch für Zweiradfahrer die Straßenverkehrsordnung gilt. Eine Ampel mit Rotlicht zu missachten sowie auf der falschen Fahrbahnseite und dem Gehweg zu fahren, sind keine Kavaliersdelikte. Wenn Pedelecs mit einem Motor unterstützt werden, sind sie bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern nicht versicherungs- und zulassungspflichtig. Viele Fahrrad- und Pedelecfahrer sind während der Fahrt abgelenkt, weil sie unter anderem mit dem Smartphone hantieren. Deshalb rät die Polizei: Hände weg vom Handy während der Fahrt. Das gilt sowohl für Radler als auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer.

Da der Umgang mit einem Pedelec anfangs ungewohnt ist, bietet die Kreispolizei Wesel demnächst wieder Pedelec-Trainings an.

Bild & Quelle: Polizei Wesel

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