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Bunte Wahlplakate in der Dudel-Passage

Das Corona-Virus hat viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens zum Erliegen gebracht. Besonders hart hat es die Kultur getroffen. Viele Einrichtungen mussten schließen. Ein Lichtblick ist eine neue Ausstellung in der Dudel-Passage mit umgestalteten Wahlplakaten. Verschiedene Akteure sowie Gruppen haben sich in den vergangenen Wochen künstlerisch auf großen Plakatwänden betätigt. Wer sich selbst ein Bild von den Resultaten machen möchte, kann sich sechs der großen Wände in der Dudel-Passage anschauen. Dort stehen sie noch einige Wochen. Zudem sind Bilder der Plakataufsteller auf der städtischen Internetseite, www.wesel.de, zu finden. Leider sind vier weitere Kunstwerke durch das Wetter zerstört worden. Alle zehn Plakate waren mehrere Wochen (verteilt im Stadtgebiet) im Freien zu sehen.

Bürgermeisterin Ulrike Westkamp freut sich, dass Center-Managerin Dagmar Wolbeck die Aktion ermöglicht hat. „Die Dudel-Passage ist groß. Hier kann man sich problemlos vor den Schaufenstern die gestalteten Plakataufsteller anschauen, ohne dass man sich in die Quere kommt. Zudem würdigt diese Möglichkeit noch einmal mehr die Arbeit der Künstlerinnen und Künstler“, so Bürgermeisterin Westkamp. Auch Dagmar Wolbeck ist begeistert. „Die Werke lassen sich sehen. Sie passen gut in die Dudel-Passage“, sagt sie.

Im August 2020 hat der Ausschuss für Kultur und Stadtmarketing beschlossen, dass Streetartists und Graffitikünstlern große Wahlplakatflächen umgestalten dürfen. Für Urban-Art Künstler/innen gibt es nicht viele offizielle Möglichkeiten, sich im „Freien“ darzustellen.

Nachdem bekanntgegeben worden ist, dass mehrere Flächen zur freien Verfügung von der Stadt Wesel bereitgestellt werden, meldeten sich zahlreiche Interessierte. Sie kommen aus Wesel, Dinslaken und Umgebung. Dazu zählen unter anderem Julian Schimanski (Mr. Oreo Graffiti) mit Pfandfindern aus Wesel-Feldmark, Andreas Bänsch zusammen mit Jugendlichen der Caritas, Lukas Gardemann und weitere Mitglieder von handmade.help, Martin Pawlusiak und Johanna Kirchhoff.

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